Besondere Grabmale

Besondere Grabmale

Die nachfolgenden Beispiele besonderer Grabmale geben Ihnen ein paar Zusatzinformationen für die Auswahl eines Grabmals.

So erfahren Sie etwas über die Umsetzung von einem bestimmten Ausdruck, den ein Grabstein geben kann, über verschiedene Oberflächen und deren Pflege, über Gestaltungsmöglichkeiten, Formen und Anordnungen oder über die Geschichte eines Steins.

Woodstone mit Rosen

Dieser Stein stellte hohe Ansprüche an die Ausarbeitung, da die vielen Spuren und Vorlieben der Verstorbenen zum Ausdruck kommen sollten.

Zunächst wurde das Material Woodstone gewählt, da die Verstorbene warme Holztöne liebte, die dieser Sandstein aufweist.

Ebenso liebte die Verstorbene ihren Setzkasten mit Miniaturen. Daher wurden ihre Vorlieben in Miniatur wie in einem Setzkasten als Intarsien in Rosso Verona in den Stein eingearbeitet (siehe Details auch nächste Bilder).

Der Berg am Fuße des Steins verdeutlicht den steinigen Lebensweg der Verstorbenen. Dort wurde sie in Gestalt des Sisyphos eingearbeitet, der nach der Sage eine Kugel immer wieder den Berg hinaufschieben muss, damit diese wieder, fast oben angekommen, den Berg hinabrollt und er wieder von vorn anfangen muss.

Das Lieblingslied, das die Verstorbene zu Lebzeiten immer begleitet hatte, wird im oberen Teil dargestellt und sollte nun auch für sie gelten: für Dich soll‘ rote Rosen regnen. Die Rosen wurden als Ornament rot eingetönt, was bei dem Sandstein sehr natürlich wirkt.

Woodstone mit Rosen und Schrift

1A Sisyphos

Sisyphos rollt die Kugel den Berg hinauf

Sisyphos rollt die Kugel den Berg hinauf

1B Woodstone mit Rosen Detail

Hier sehen Sie die Details genauer:

Erhaben ausgearbeitete Rosen

Erhaben ausgearbeiteter Anfangstext des Liedes

Intarsien:

an der Seite

     Malerpalette mit Pinseln

Vorn von links nach rechts:

     Bücher,

     Ohrringe,

     Notenschlüssel (die Verstorbene war Klavierspielerin),

     Glas Wein,

     Katze.

Die Rosen und Intarsien im Detail

Orionstele mit Blattornament

Bei dieser Stele zeigt sich das Ornament wie eine verdeckte Verhüllung.

Hier bekommt das Bildhauerwort seinen Sinn: Er holt das aus dem Stein heraus, was darin steckt.

Orionstele mit Blattornament

Basalt

Diese Basaltstele stellt die verschiedenen Bearbeitungen dar, wobei der raue, grob behauene Teil als Hintergrund für das Ornament (Kreuzigung) entsprechend des Themas gewählt wurde. Der glatt polierte Teil ist gerade und schlicht gehalten, als Träger des Namens des Verstorbenen.

Basaltstein mit Ornament

Diabas

Diese schöne Stele ist ebenfalls sehr schlicht gehalten, wobei sie aus dem groben Fuss nach oben hin in immer feinerer Bearbeitung herauswächst. Der „Kopf“, der das Ornament in Bronze trägt, ist poliert. (Die Bronze gibt es nur in limitierter Auflage.)

Diabas mit Bronzeornament

SSY Umarbeitung

Dieser Liegestein entstand aus folgender Vorgabe:

Die Kundin war im Besitz eines alten Grabmales, an dem ihr verstorbener Gatte sehr hing. Dieses Grabmal sollte in seinen Grundzügen Verwendung für die Liegeplatte finden. Wir übernahmen die prägnanten Formen des ehemaligen Steins (Bögen und Fasen). Die Einzelelemente wurden dann verklebt.

Die umrahmenden Balken wurden matt geschliffen, so dass sich ein anthrazitgrauer Farbton ergab. Die aufliegende Platte wurde aus einem neuen Stein dazugefügt, dessen Oberfläche poliert ist und somit tiefschwarz glänzt. Der Kontrast wirkt sehr edel.

Liegestein

Skulptur mit Postament

Dies ist ein besonderes Beispiel dafür, dass wir die Wünsche unserer Kunden respektieren. Die Angehörigen der Verstorbenen hatten lange nach einem Grabmal gesucht, ohne selbst eine genaue Vorstellung von davon zu haben. Per Zufall entdeckten sie diese Skulptur bei einem Gartengestalter. Da dieser die Beschriftung nicht vornehmen konnte und auch keine Zulassung für das Aufstellen auf dem Friedhof hat, baten uns die Angehörigen um Beschriftung und Aufstellung der Skulptur als Grabmal.

Ihre Ideen und Wünsche stehen bei uns im Vordergrund, und wenn es die Friedhofssatzungen zulassen, machen wir deren Realisierung möglich.

Skulptur mit Postament

Verde Candeias geflammt

Vielfach steht bei der Auswahl eines Grabsteins der Wunsch nach einem natürlichen Aussehen kontrovers zu dem Anspruch der leichten Pflege, der immer nur den hochglanzpolierten Steinen zugeschrieben wird. Das ist jedoch nicht ganz richtig.

Dieses Grabmal besteht aus einem Gneis, dessen Oberfläche geflammt ist.

Das heißt: die Oberfläche wird mit einer heißen Flamme bearbeitet, so dass ein paar Millimeter durch die Hitze abspringen und die Oberfläche natur-rau aussieht. Durch die Erhitzung entsteht aber ein gewisser „Sinter-Effekt“, so dass die Poren geschlossener sind als bei einem tatsächlich naturrauen Stein. Somit bedarf dieser Stein weniger intensiver Pflege, als ein offenporiger aufgesprengter Stein.

Noch einfacher wird die Pflege, wenn die geflammte Oberfläche zusätzlich gebürstet wird. Dabei wird der Farbton des Steins vertieft und die Oberfläche matt glänzend weich, aber immer noch sehr natürlich wirkend.

Verde Candeias geflammt

verlorener Entwurf

Dieses Grabmal besticht durch seine besonders dynamische Form – und – es hat auch etwas Besonderes damit auf sich:

Vor einigen Jahren, bei der Arbeit an einem Entwurf für ein neues Grabmal, entstand auf unserem Skizzenblock die Zeichnung dieser Steinform – ein Bogen, der sich aus der Dynamik einer sich gerade aufbauenden Welle bildet. Irgendwie ging dieser Entwurf verloren und geriet in Vergessenheit.

Zwischenzeitlich haben wir dann einen Stein in dieser Form bei einem unserer Lieferanten gesehen. Als uns nun dieser Lieferant besuchte, zeigten wir ihm unseren Entwurf und er war erstaunt über die Übereinstimmung.

Unser Fazit: Der Stein gehört in unsere Ausstellung. Und kaum war er hier angekommen, fand sich auch schon eine Kundin, die von der Form ebenso begeistert war, wie wir selbst auch immer noch.

aufbauenden Welle als Stein

Orion mit Airbrush

Dieser Stein ist auch ein Beispiel der Besonderheiten, denn er zeigt, wie die Aussenform mit der unterschiedlichen Form des Ornaments in Einklang gebracht wurde und wie Farben aus der Natur nicht im Widerspruch zueinander stehen.

Oft ist dies eine Frage der Angehörigen bei der Auswahl des Materials, der Schriftfarbe oder des passenden Ornamentes.

Grundsätzlich gibt es dazu von uns ein Statement:

  • Naturprodukte und deren Farben „beißen“ sich nicht !
  • Alle Formen, die sich in der Natur finden, kann man kombinieren !

Es kommt auf das Empfinden des Betrachters und auf die Anordnung der Elemente an:

So gibt es bei der farblichen Gestaltung manche, die lieber die Gestaltung „Ton-in-Ton“ wünschen, manche entscheiden sich für den Kontrast, um etwas besonders zu betonen. Hier sind wir als Gestalter gefragt, die Intention des Bestellers gut umzusetzen.

Bei der Anordnung der einzelnen Elemente (Formen des Steins und des Ornaments) gibt es naturgemäße Ordnungen, die entweder Kontraste aufeinander abstimmen oder Ähnliches miteinander verknüpfen. Immer, wenn die Naturgesetze beachtet werden, entsteht daher eine Komposition von Formen und Gestaltungen, die harmonisch wirken.

Orion mit Airbrush